
BabyPhone vs Babyfon
Am vergangenen Wochenende ist mir ein kleines oder eigentlich schon ein größeres Missgeschick passiert. Unser Babyfon ist mir aus der Hand gefallen und hat sich auf dem Weg die Treppe herunter in seine Einzelteile zerlegt. Eine notdürftige Reparatur in der heimischen Werkstatt war aufgrund des Grades der Zerstörung ausgeschlossen. Da es bereits Samstagabend war und ich keine Lust hatte nochmal ins Industriegebiet zum Elektrohändler zu fahren um ein neues Babyfon zu kaufen, entschied ich mich zur Installation einer Babyfon-App auf dem iPhone, von der ich kurz zuvor auf test.de gelesen hatte.
Die App gibt es für 2,99€ im App Store und ist somit keine von den ganz günstigen, allerdings im Vergleich zu einen neuen Babyfon ist dies geradezu spottbillig. Der Kauf und die Installation gestalten sich wie gewohnt kinderleicht und somit stand dem ausgiebigen Test nichts mehr im Wege.
Grundlegende Vorraussetzung für eine Verwendung des “iBabyPhone” sind:
- funktionierendes Mobilfunknetz im Kinderzimmer
- funktionierendes Mobilfunknetz am Aufenthaltsort der Eltern, bzw. Festnetzanschluss
zur Funktion:
Beim einschalten der App muss eine zweite Telefonnummer angegeben werden, die beim überschreiten eines einstellbaren Lärmpegels im Kinderzimmer angerufen wird. Wichtig ist es, das iPhone auf lautlos zu stellen, ansonsten wird das Kind bei eingehenden Anrufen oder SMS, Emails geweckt. Eine entsprechende Warnung wird auch im Display angezeigt. Das war es auch schon, das Babyfon ist nun einsatzbereit. Theoretisch kann man sich nun beliebig weit entfernen und beispelsweise Joggen gehen, in der Realität möchte ich aber schnellstmöglich beim Kind sein wenn der Kleine sich meldet. Da meine Kondition nicht ausreicht um zu einem Sprint nach Hause anzusetzen wenn ich ohnehin schon am Joggen bin, bleibt somit der Aktionsradius immer noch stark eingeschränkt.
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Mein Fazit:
Die App hat einwandfrei funktioniert, allerdings hatte ich ein ungutes Bauchgefühl bei der Verwendung. Zum einen habe ich ständig nachgeschaut ob ich noch Empfang habe, zum anderen hatte ich noch kein vertrauen in die Empfindlichkeit der App. Reagiert Sie wirklich sobald sich der Kleine meldet?
Unser herkömmliches Babyfon von Philips hat Alarm geschlagen sobald die Verbindung mit der Basisstation unterbrochen wurde, dies gibt einem ein zusätzliches Gefühl der Sicherheit. Diese Funktion dürfte aber nur schwierig in die App integrierbar sein. Somit ist die App für mich keine echte Alternative zum Babyfon, zur Überbrückung eines Wochenendes, bzw. der Lieferzeit bei einer Bestellung im Internet ist die App aber absolut zu empfehlen. Auch Im Urlaub kann ich mir durchaus vorstellen auf die App zurückzugreifen um weniger Gepäck schleppen zu müssen, dies kann im Ausland allerdings recht teuer werden. Zu bedenken ist allerdings auch, das 2 Telefone bei Verwendung als “iBabyPhone” quasi nicht benutzbar sind, da diese exklusiv zur Verwendung verfügbar sein müssen.
Achtung: Die Software läuft nicht auf allen iOS –Versionen bitte vor einer etwaigen Installation prüfen!
PS:
Das elektromagnetische Feld des Mobilfunktelefons ist sicherlich stärker als das eines gewöhnlichen Babyfons, da ich das “iBabyPhone” allerdings gute 2m vom Bett unseres Sohnes aufgestellt habe halte ich persönlich das Risiko für vertretbar. Ich telefoniere schließlich auch wenn die Kinder im Auto sitzen und dabei ist das elektromagnetische Feld um ein vielfaches stärker.
PSS für die Techniker/in unter euch:
Folgende Fragen sind noch ungeklärt:
- Was passiert wenn einen jemand anruft und das Kind in diesem Moment anfängt zu schreien. Ich vermute, dass wenn ein Anruf auf dem als Sender verwendeten Telefon eingeht kein Anruf rausgeht solange das Telefon klingelt.
- Außerdem weiß ich nicht ob das “iBabyPhone” eine Wahlwiederholung durchführt wenn beim ersten Anruf das als Empfangsteil verwendete Telefon besetzt ist.
Bis zum nächsten mal
Markus vom Kindermode Blog
